Das ist eine Medienmitteilung der EBL – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Der dritte Power Talk der EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) am 29. Oktober 2024 zeigte auf, wie der Einsatz von Energiespeichern zur Energiewende beitragen kann. Die Experten Dr. Jörg Spicker (Swissgrid) und der SRF-Bundeshauskorrespondent Georg Halter behandelten das Thema verständlich und vielschichtig. Susanne Obert, Mitglied der Geschäftsleitung Strom der EBL, ordnete das Gespräch ein und offerierte die Sichtweise der EBL.
Herausforderungen für Netzbetreiber
Dr. Jörg Spicker zeigte die Herausforderungen für die nationale Netzgesellschaft Swissgrid bei der Umsetzung des Ziels einer klimaneutralen Schweiz bis 2050 auf. In der Vergangenheit erfolgte die Stromproduktion durch zentrale und konstant produzierende Kraftwerke, die eine gewisse Planbarkeit ermöglichten. In Zeiten hoher Nachfrage konnten die Werke hochgefahren, bei niedrigem Verbrauch gedrosselt werden. Mit dem zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien steigt die Volatilität der Stromflüsse, die Vorhersagbarkeit ist schwieriger und die Systembelastung steigt. Dr. Spicker zeigte auf, wie Energiespeicher Teil der Lösung dieser neuen Herausforderungen sein können und welche politischen Weichen gestellt werden müssen, um die Stromversorgungssicherheit der Schweiz auch in Zukunft gewährleisten zu können. Hierfür ist ein Stromabkommen unverzichtbar.
Flexibilität ist Schlüssel zur Energiewende
Susanne Obert lieferte im Anschluss an den Vortrag und dem Gespräch zwischen Dr. Spicker und Georg Halter einen Einblick in die Überlegungen der Energieversorgerin EBL. Auch sie betont, wie wichtig heute und in Zukunft Batterien zur Speicherung von Energie darstellen. Wo früher noch einzelne grosse Kraftwerke für den grössten Teil der Energieerzeugung verantwortlich waren, ist die Zahl an vielen kleinen Energieerzeugern (bspw. mittels PV-Anlagen) rasant gestiegen. Diese erneuerbaren Energieproduzenten haben den Nachteil, dass sie im Tages- und Jahresverlauf unterschiedlich viel Strom produzieren und nicht zentral gesteuert werden können. Um diese zunehmende Volatilität auszugleichen, braucht es Flexibilitäten im Energiesystem. Neben den erzeugungs- und nachfrageseitigen Flexibilitäten, gewinnen Batteriespeicher zunehmend an Bedeutung. Die Einsatzoptionen von Batteriespeicher können in system- netz- und marktdienlich unterteilt werden. Während heute die systemdienliche Vermarktung im Fokus steht, wird zukünftig der mehrdimensionale Einsatz von Batteriespeichern immer wichtiger. Entscheidend wird hierfür der Aufbau von Modellierungskompetenzen sein, damit zu jeder Viertelstunde die Batterie optimal vermarktet wird und die höchsten Erlöse erzielt.
Publikum äussert sich positiv zum dritten Power Talk
Die Rückmeldungen aus dem Publikum waren sehr positiv. Der Anlass bildet einen erfolgreichen Abschluss der dreiteiligen Serie «Power Talk», die zum Anlass des 125-jährigen Jubiläums der EBL lanciert wurde und nach dem positiven Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über das Jubiläumsjahr hinaus weitergeführt werden wird. Die Daten der Power Talks im Jahr 2025 werden in den nächsten Monaten unter ebl.ch bekannt gegeben. (ebl)