Mit Umsatz- und Gewinnsteigerung auf Erfolgskurs

16.03.17

Die BKW hat im Geschäftsjahr 2016 in unverändert herausforderndem Umfeld ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. Sie kann sowohl bei der Gesamtleistung als auch beim Gewinn kräftig zulegen. Das erneut markant gewachsene Dienstleistungsgeschäft, der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien, das konsequente Kostenmanagement sowie die aktive Bewirtschaftung der Energiepositionen konnten den negativen Effekt sinkender Strompreise mehr als kompensieren. Die BKW hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem starken Betriebsergebnis von 384 Mio. CHF und einem 13 Prozent höheren Reingewinn von 322 Mio. CHF abgeschlossen.

Trotz erneut gesunkener Strompreise ist es der BKW Gruppe im Geschäftsjahr 2016 gelungen, die Gesamtleistung um 8 Prozent auf 2.862 Milliarden CHF zu steigern. Dazu beigetragen haben in erster Linie der zügige Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts, das mit 565 Mio. CHF erstmals über eine halbe Milliarde Umsatz erwirtschaften konnte, sowie höhere Umsätze bei den Netzen. Das erneut starke Betriebsergebnis (EBIT) konnte wie bereits im Vorjahr gesteigert werden und beträgt für das vergangene Geschäftsjahr 384 Mio. CHF. Um Sondereffekte bereinigt, beläuft sich das Betriebsergebnis auf 346 Mio. CHF. Das entspricht einer Zunahme von 12 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresergebnis.  

Zu diesem starken Ergebnis haben verschiedene Faktoren beigetragen. Einerseits die erneut sehr erfolgreiche aktive Bewirtschaftung der Energiepositionen, andererseits das nahezu verdoppelte Ergebnis des Dienstleistungsgeschäfts, aber auch die höheren Erträge aus dem gewachsenen Netzgeschäft. Positiv haben sich auch der weitere Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion sowie das weiterhin konsequente Kostenmanagement ausgewirkt. Seit 2013 konnte die BKW die Kosten um rund 150 Mio. CHF senken.


Die BKW hält an ihrer Dividendenpolitik fest und bietet den Aktionären Kontinuität. Wie bereits in den vorangehenden Jahren beantragt sie der Generalversammlung eine Dividende von 1.60 CHF pro Aktie.


2016 im Zeichen des Wachstums und der Fokussierung
Die BKW hat auch im vergangenen Jahr den Ausbau der Kleinwasserkraft und der Windenergie fortgesetzt. Die regulierte Produktion stärkt damit das Energiegeschäft, das weiter sinkenden Marktpreisen ausgesetzt ist.

Der Fokus im Dienstleistungsgeschäft lag auf den drei Bereichen Gebäudetechnik, Engineering und Netzdienstleistungen. Die BKW hat im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt 19 Gesellschaften mit über 1'000 Mitarbeitenden übernommen und beschäftigt nun über 5'500 Mitarbeitende (Stand 31.12.2016: 5'007 VZA).
 

Weiterer rascher Aufbau in den Bereichen Engineering und Gebäudetechnik
2016 hat die BKW ihre bestehenden Engineering-Kompetenzen bedeutend ausgebaut. Der Investitionsbedarf in die Infrastruktur ist gross, alleine in Deutschland liegt er in der Grössenordnung von 300 Mrd. EUR. Durch die Übernahmen von LINDSCHULTE und der IFB Eigenschenk ist es der BKW auch im Engineering-Bereich gelungen, im internationalen Markt ihre Präsenz zu stärken. Anfang März dieses Jahres ist mit ASSMANN BERATEN + PLANEN ein weiterer wichtiger Baustein dazugekommen. Nun hat die BKW Gruppe die notwendige Grösse und die Kompetenzen, um als Generalplanerin ihren Kunden integrierte Lösungen anbieten zu können. Durch den Zugang zum internationalen Infrastrukturmarkt können auch Arbeitsplätze in der Schweiz langfristig gesichert werden.


Auch im Bereich der Gebäudetechnik hat die BKW ihr Portfolio im vergangenen Geschäftsjahr weiter vergrössert. Das Gebäude wird immer mehr zum integralen Bestandteil des Energiesystems. Fast die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs geht auf die Gebäude zurück – Heizung, Lüftung, Warmwasser, Klima, Elektrizität. Und dort bietet die BKW ihren Kunden umfassende Gesamtlösungen in der gesamten Schweiz.


Stabilisierendes Netzgeschäft
Durch die Übernahme der Mehrheit an der AEK Energie AG im Frühjahr und der Aufstockung der Swissgrid-Beteiligung konnte die BKW das Netzgeschäft weiter ausbauen. Die BKW ist nun mit einem Anteil von über 36 Prozent grösste Swissgrid-Aktionärin. Diese Beteiligung generiert stabile Erträge. Hinzu kommen die positiven Effekte der höheren Netz-Bewertung. Durch Investitionen ins Netz hat die BKW im vergangenen Jahr 120 Mio. CHF in die Versorgungssicherheit investiert.
 

Wind- und Wasserkraft spielen immer wichtigere Rolle
Die BKW hat im vergangenen Jahr den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion weiter vorangetrieben. Sie hat vier Kleinwasserkraftwerke in der Schweiz fertig gebaut, 2017 folgen zwei weitere. In Norwegen hat die BKW in das derzeit grösste on-shore Windparkprojekt Europas investiert. In der Region Fosen entsteht bis 2020 ein Windpark mit einer Leistung von 1'000 MW und einer Jahresproduktion, die mit 3.4 TWh grösser ist als jene des Kernkraftwerks Mühleberg. Im Herbst hat die BKW auch in Frankreich vier Windparks erworben, einer davon ist bereits in Betrieb. Seit Anfang Oktober ist das Repowering im grössten Windpark der Schweiz auf dem Mt. Crosin abgeschlossen und dieser damit auf dem neusten Stand.


Das Projekt zur Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg läuft nach Plan. Die Einschätzungen in Bezug auf Projektkosten erweisen sich als realistisch. Die Berechnungen für die Stilllegung und Entsorgung wurden mit der neuen Kostenstudie im vergangenen Dezember bestätigt. Durch das klare Nein des Stimmvolks Ende November vergangenen Jahres zur Atomausstiegsinitiative ist zudem auch die politische Unsicherheit kleiner geworden.


Veränderung in der Konzernleitung
Christophe Bossel, Leiter des Geschäftsbereichs Netze, hat sich entschieden, die BKW per Ende 2017 zu verlassen. Er stiess Anfang 2012 zur BKW und wurde im März 2013 als Leiter des Geschäftsbereichs Netze Mitglied der Konzernleitung. Die BKW bedankt sich schon heute für seinen grossen Einsatz für die Firma. Die Nachfolge wird in den kommenden Monaten geklärt.


2017 weiterhin anspruchsvoll
Das Energiegeschäft wird weiterhin durch den negativen Strompreiseffekt geprägt sein. Die BKW ist auch 2017 bestrebt, diese negativen Einflüsse zu kompensieren. Haupttreiber dazu sind der weiterhin zügige Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts, die aktive Bewirtschaftung der Energieposition sowie ein unverändert konsequentes Kostenmanagement. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die BKW ein operatives Betriebsergebnis (ohne Sondereffekte) im Bereich des erzielten Ergebnisses 2016.  (bkw)

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