Pumpspeicherwerke

Pumpspeicherwerke sind heute und auf absehbare Zeit die beste Möglichkeit, um Strom in grossen Mengen zu speichern. Sie werden im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien immer wichtiger. Mit Pumpspeicherkraftwerken kann man Strom in Form von Wasserkraft in Stauseen speichern und so „dem Konsum“ anpassen. Allerdings muss in Kauf genommen werden, dass rund ein Viertel des ursprünglich produzierten Stroms durch Wirkungsgradverluste verloren geht.


In den nächsten 10 bis 15 Jahren sollen in der Schweiz die Pumpspeicherkapazitäten von derzeit rund 2000 Megawatt auf etwa 6000 Megawatt ausgebaut werden. Die geplanten oder bereits im Bau befindlichen Anlagen sind zumeist eine Erweiterung von bereits bestehenden Speicherkraftwerkkomplexen wie etwa Emosson (Nant de Drance), Linth-Limmern oder Kraftwerke Oberhasli.


Verglichen mit der fürs Jahr 2020 prognostizierten Leistung von Windenergieanlagen in Europa ist der Zubau aber bescheiden: Allein in Deutschland rechnet man bis dann mit einer installierten Windkraftleistung von 50 000 Megawatt (entspricht der Leistung von ca. 50 Kernkraftwerken vom Typ Gösgen). Ein stärkerer Ausbau der Pumpspeicherkapazitäten in der Schweiz macht allerdings nur dann Sinn, wenn auch die in- und ausländischen Übertragungsleitungen entsprechend ausgebaut werden.