Gedanken zur Systemrelevanz von Wasserkraft

Die Schweizer Wasserkraft ist systemrelevant für die Schweizer Stromversorgung – heute und erst recht in der Zukunft. Denn die Wasserkraft ist nicht nur erneuerbar und praktisch CO2-frei sondern auch speicherbar. «Die Wasserkraft ist unser bester Trumpf für die erfolgreiche Umsetzung der Energiestrategie 2050», sagt Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE, in einem neuen Kurzfilm. «Deshalb müssen wir Sorge tragen zur Wasserkraft.»

 

Der Film des VSE und des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbands SWV erklärt die Zusammenhänge und zeigt auf, weshalb es faire Rahmenbedingungen für die einheimische Wasserkraft braucht, damit sie angesichts der globalen Marktverzerrungen wieder rentabel werden und überleben kann. 

 

 

   

 

 

 

Multimedia

   

 

 

 

Illustrationen zur Wasserkraft

Die Illustrationen werden laufend ergänzt. 

  

Wasserschloss Schweiz Mobile

Wasserschloss Schweiz. Die jährliche Niederschlagsmenge entspricht etwa dem Volumen des Bodensees.
  

Pionierleistungen

Die Staumauer Grand Dixence ist fast so hoch wie der Eiffelturm.
  

Rückgrat der Stromversorgung

Rückgrat der Schweizer Stromversorgung
  

Schweizer Wasserkraft auf dem Podest mobile

Schweizer Wasserkraft auf dem Podest
  

Strom für 5,2 Millionen Menschen

Strom für 5.2 Mio Menschen dank Wasserkraft
  

Wasserkraft bewegt die Schweiz

Wasserkraft bewegt die Schweiz
  

Praktisch keine CO2-Emissionen

Praktisch keine CO2-Emissionen
  

Hochwasserschutz in Alpentälern

Hochwasserschutz in Alpentälern
  

Touristische Attraktion

Wasserkraftwerke als touristische Attraktion
  

Im Besitz der öffentlichen Hand

Wasserkraftwerke sind grösstenteils im Besitz der öffentlichen Hand
  

Wertvolle Arbeitsplätze in Randregionen

Wasserkraftwerke schaffen wertvolle Arbeitsplätze in Randregionen
  

Wasserkraft unter Druck

Die Schweier Wasserkraft leidet unter einem Stromüberschuss
 

Fakten

 

 

Wasserkraft

Die Wasserkraft ist der wichtigste Energieträger zur Stromproduktion in der Schweiz. Heute entstehen fast 60 Prozent des hierzulande erzeugten Stroms aus den rund 1500 Wasserkraftwerken. Bei der Wasserkraft wird zwischen der Grosswasserkraft und der Kleinwasserkraft unterschieden. Dabei werden Wasserkraftwerke mit einer Leistung unter 10MW als Kleinwasserkraftwerke bezeichnet. Die Grosswasserkraftwerke werden weiter in die drei Kategorien Laufwasserkraft, Speicherwasserkraft und Pumpspeicherkraft unterteilt.


Laufwasserkraftwerke liegen an Flüssen und Bächen. Dabei nutzen sie unmittelbar und kontinuierlich das zufliessende Wasser und produzieren somit dauernd, allerdings mit starken saisonalen Schwankungen. Speicherkraftwerke andererseits können ihre Produktion dem tagesaktuellen Bedarf anpassen und damit wertvolle Spitzenenergie erzeugen. Sie liegen meist in den Alpen und können das Wasser in den Speicherseen zurückhalten und es bei erhöhtem Energiebedarf für die Stromproduktion entnehmen. Ein Teil der Speicherkraftwerke ist als Pumpspeicherkraftwerke gebaut, welche aufgrund ihrer Bedeutung folgend noch einzeln aufgeführt werden.

 

Anteil 2014:

  • 56% (39‘308 GWh)

Kosten :

  • Klassische Wasserkraftwerke 5–9 Rp./kWh
  • Kleinwasserkraft 8–35 Rp./kWh

 Umwelt:

  • CO2-Bilanz hervorragend
  • kaum schädliche Emissionen
  • jedes Wasserkraftwerk greift in den lokalen Wasserhaushalt ein und beeinträchtigt die umgebende Landschaft und Natur

Pro Wasserkraft:

  • keine CO2-Emissionen im Betrieb, verhältnismässig geringe Emissionen beim Bau
  • ausgereifte Technologie, sehr lange Lebensdauer
  • liefert Band- und Spitzenenergie

 Contra Wasserkraft:

  • Eingriff in Landschaft, natürlichen Wasserhaushalt und Fischbestand
  • realisierbares Potenzial praktisch ausgeschöpft
  • jahreszeitliche Schwankungen (im Winter tiefere Stromproduktion)
  • keine Standardisierung im Kraftwerksbau möglich, deshalb hohe Investitionskosten
 

Pumpspeicherkraftwerke

Pumpspeicherwerke verfügen im Unterschied zu reinen Speicherkraftwerke nicht nur über einen oberen Speichersee, sondern auch über ein unteres Wasserbecken. Von dort kann bereits verwendetes Wasser wieder in den oberen See gepumpt werden. Sie sind für ein stabiles Stromversorgungssystem von zentraler Bedeutung.


Produktion und Verbrauch müssen jederzeit übereinstimmen. Wenn im Winter in Nordeuropa der Wind innert kurzer Zeit stark zunimmt, kann die Produktion sehr bald die Nachfrage deutlich übersteigen. Denn gewisse Kraftwerksarten wie Kohlekraftwerke können ihre Produktion nicht genügend rasch anpassen. Durch die Überproduktion sinken im Strommarkt die Preise. Nimmt nach Stunden oder Tagen der Wind wieder ab, entsteht die umgekehrte Situation: Jetzt ist es schwierig, alle benötigten Kraftwerke rasch wieder hochzufahren.


Die Preise auf dem Strommarkt sind in solchen Situationen bald recht hoch. Pumpspeicherkraftwerke verwerten den überschüssigen Strom. Der volkswirtschaftliche Nutzen kommt allen zugute. So gesehen spielt es keine Rolle, dass 25 Prozent der Energie durch das Hochpumpen des Wassers verloren geht. Um die grossen Investitionen für den Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes amortisieren und die Betriebskosten decken zu können, muss dieser Vorgang allerdings genügend häufig wiederholt werden. Ein Pumpspeicherwerk ist folglich nicht automatisch rentabel.

 

 

 
 

Basiswissen

 

 

Basiswissendokumente

 

Medienmitteilung, Studie und Inititative

 
 

Grafiken

 

 

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Laufwasserkraftwerk
Pumpspeicherkraftwerk
Speicherkraftwerk