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Basiswissen-Dokument - Die Rolle der Pumpspeicher in der Elektrizitätsversorgung

Pumpspeicherkraftwerke verfügen im Unterschied zu reinen Speicherkraftwerken nicht nur über einen oberen Speichersee, sondern auch über ein unteres Wasserbecken, aus dem bereits verwendetes Wasser wieder in den oberen See gepumpt werden kann. Damit sind sie in der Lage, einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Netzstabilität zu leisten. Gerade im Hinblick auf den zu erwartenden Ausbau stochastischer Energiequellen dürfte die Bedeutung der Pumpspeicher in Zukunft weiter zunehmen. Pumpspeicherkraftwerke werden zukünftig vermehrt grünen Strom speichern, besonders bei starkem Angebot aus Wind und Sonne, um ihn später wieder abzugeben. 2018, pdf

Basiswissen-Dokument - Strom aus Biomasse

Biomasse ist in der Schweiz nach den Wasserkraftwerken die wichtigste Energiequelle für die Produktion von erneuerbarem Strom. 2014 stammte 64% der erneuerbaren Stromproduktion, die nicht aus Wasserkraft gewonnen wurde, aus Biomasse, grösstenteils aus der Verbrennung von Kehricht. Zur Biomasse werden Holz, landwirtschaftliche Biomasse und biogene Abfälle gezählt. Biomasse ist eine sehr heterogene Energiequelle, die mit unterschiedlichen Technologien (Verbrennung, Vergärung, Verga-sung) in Wärme, Strom und Treibstoff umgewandelt werden kann. Langfristig wird mit einem Stromproduktionspotenzial von rund 4 TWh gerechnet. Besondere Herausforde-rungen bei der Ausschöpfung des Potenzials liegen in der zuverlässigen Rohstoffbeschaffung und im gesi-cherten Wärmeabsatz beim Betrieb von Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen. 2018, pdf

Basiswissen-Dokument - Netzauswirkungen von dezentraler und stochastischer Einspeisung sowie von Import

Der Strom muss jederzeit für alle Endverbraucher an der Steckdose in ausreichender Menge und zu markt-gerechten Preisen zur Verfügung stehen. Nach dem Entscheid des Bundesrats vom Mai 2011, die beste-henden Kernkraftwerke am Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer stillzulegen und nicht durch neue Kernkraftwerke zu ersetzen, ist in den nächsten Jahren mit einem verstärkten Zubau erneuerbarer Technologien wie Photovoltaik oder Windenenergie zu rechnen. Gleichzeitig wird der Stromimport eine wich-tigere Rolle einnehmen. Beides hat Auswirkungen auf die Schweizer Netzinfrastruktur.

Basiswissen-Dokument - Kernenergie

Kernenergie hat im heutigen schweizerischen Strommix mit 39 % im Jahresmittel (2014) und mit 45 % (2014) im Winterhalbjahr einen hohen Anteil an der Stromerzeugung und erzeugt den deutlich grössten An-teil an Bandenergie in der Schweiz ohne nennenswerten CO2-Ausstoss. Der Klimaschutz ist demzufolge ein wichtiges Argument zugunsten der Kernenergie, sie ist aber auch ein sehr kontroverses Thema, da gleich-zeitig das Unfallrisiko und die Entsorgung von radioaktiven Abfällen in der Bevölkerung grosse Unsicherheit und Widerstand auslösen. Im Juni bzw. Dezember 2008 wurden drei Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau von Kernkraftwerken der neusten Generation beim BFE eingereicht. Nach dem Unfall von Fukushima hat die Regierung diese jedoch sistiert. Gemäss Entscheid des Bundesrats vom Mai 2011 sollen die bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer sicheren Laufzeit stillgelegt und nicht durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden. Dieser Ent-scheid wurde vom Parlament unter Annahme einer gleichlautenden Motion bestätigt. Demzufolge werden Rahmenbewilligungen zum Bau neuer Kernkraftwerke der heutigen Generation in absehbarer Zeit nicht er-teilt. 2018, pdf

Basiswissen-Dokument - Kleinwasserkraft

In der Schweiz werden Wasserkraftanlagen mit einer Leistung unter 10 MW als Kleinwasserkraftwerke bezeichnet. Die Stromgestehungskosten aus Kleinwasserkraft sind in der Regel höher als aus Grosswasserkraft. Dank der kostendeckenden Einspeisevergütung wurden diverse Anlagen neu gebaut oder erneuert, weitere sind in Planung. Für den zukünftigen Ausbau der Kleinwasserkraft besteht noch ein Potenzial von zusätzlich rund 1 bis 2 TWh. Ob dieses Potenzial ausgeschöpft werden kann, ist stark abhängig von den gesetzlichen Entwicklungen im Bereich der Schutzinteressen (z.B. Restwassermengen) und von der finanziellen Förderung. 2018, pdf

Basiswissen-Dokument - Gaskombikraftwerk (GuD)

Gaskombikraftwerke (GuD) sind gasbefeuerte Grosskraftwerke, in denen die Prinzipien von Gasturbinen und Dampfkraftwerken kombiniert werden. Sie zeichnen sich durch relativ niedrige Investitionskosten, rasche Aufbauzeit und hohe Betriebsflexibilität aus, dank derer sie eine wichtige Option zur Ergänzung zu erneuerbaren Energien darstellen. Ihre Rentabilität ist aber unter den heutigen Rahmen- und Marktbedingungen im Zusammenhang mit der CO2-Belastung und ihrer Kompensation sowie den Strommarktpreisen ungewiss. Ausserdem ist die Schweiz für den Brennstoff vom Ausland abhängig. Aufgrund dieser Bedenken wurde die Idee zum Bau solcher Kraftwerke in letzter Zeit nicht verfolgt. Dank umweltfreundlicherer und effizienter Prozesse sowie geänderter Rahmenbedingungen wären GuD-Anlagen im schweizerischen Stromproduktionsmix prinzipiell wieder denkbar. Seit Frühjahr 2011 werden sie von Bundesrat und Parlament als Option zur Sicherung eines substanziellen Beitrags an den Schweizer Strombedarf erachtet. 2018, pdf

Basiswissen-Dokument - Kapazitätsmechanismen

Bei einem Kapazitätsmechanismus wird nicht die Produktion, sondern die blosse Verfügbarkeit von Kraftwerkskapazität vergütet. So wird dafür gesorgt, dass Kapazitäten auch in Situationen grosser Knappheit, ausreichend vorhanden sind und keine Ausfälle der Stromversorgung auftreten. Ein solcher Mechanismus kann je nach Motivation und Ausgangslage unterschiedlich gestaltet sein. Das wichtigste Merkmal echter Kapazitätsmärkte ist jedoch das Ziel, dass (Re-) Investitionen getätigt werden. Dazu müssen Investoren durch mehrjährige Verträge eine gewisse Sicherheit erhalten. Zu unterscheiden ist zwischen Kapazitätsmärkten, 2018, pdf

Basiswissen-Dokument - Beiträge der Erzeugungstechnologien zur Stromversorgung und Stabilität des elektrischen Systems

Um die Stabilität der Stromversorgung zu gewährleisten ist es fundamental, dass das Angebot (Produktion) und die Nachfrage (Last) immer in einem ausgeglichenen Verhältnis stehen. Die verschiedenen Stromerzeugungstechnologien eignen sich in unterschiedlicher Weise für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Der Ausgleich kann z. B. auf der Basis von Day-ahead-Prognosen stattfinden, also gewissermassen auf 'geplante' Differenzen von Angebot und Nachfrage fokussieren. Der Ausgleich kann aber auch erfolgen für kurzfristig auftretende, zuvor ungeplante Schwankungen bei Last und Produktion. Wird z. B. eine Abweichung ausgeglichen, die innerhalb weniger Sekunden oder Minuten auftritt, werden dazu Systemdienstleistungen benötigt. 2018, pdf