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Zertifikatslehrgang mit Abschluss: Power Quality-Fachmann VSE

Modul 1: 24. bis 25. August 2010 beim VSE in Aarau
Modul 2: 20. bis 24. September 2010 beim VSE in Aarau
Modul 3: 5. bis 7. Oktober 2010 im Bildungszentrum Wald in Maienfeld

Versorgungsqualität allgemein, Normen und Technische Regeln, rechtliche Grundlagen, Theorie Spannungsqualität und Mess-Praktikum

Die Verantwortung für die Netzqualität liegt grundsätzlich beim Netzbetreiber Durch den verstärkten Einsatz von Leistungselektronik und die damit verbundene Zunahme an nichtlinearen Verbrauchern in allen Netzebenen entstehen in wachsendem Masse Rückwirkungen auf die Netze, die sich in unerwünschten Änderungen der Höhe und der Kurvenform der Netzspannung bemerkbar machen können. Als Folge hiervon können andere an das Netz angeschlossene elektrische Betriebsmittel und Anlagen störend beeinflusst werden. Deshalb ist es erforderlich, ein zuverlässiges und konsequentes Anschlussmanagement zu betreiben, Spannungsmerkmale mit Messungen zu erkennen, zu erfassen und auszuwerten.

 

Qualitätsregulierung - Spannungsqualität als Wettbewerbsfaktor

Im Umfeld der europäischen Energiebranche und bei den Regulationsgremien hat die Spannungsqualität bereits heute einen hohen Stellenwert. Die Qualitätsregulierung ist vielerorts bereits Tatsache.


Netzqualität gemäss Distribution Code CH

Der VNB stellt den an regionale und lokale Verteilnetze (Netzebene 5 bzw. 7) angeschlossenen Endverbrauchern unter normalen Betriebsbedingungen eine Spannungsqualität gemäss EN/SN 50160 zur Verfügung. Die elektrischen Anlagen eines Netznutzers sind deshalb so auszulegen und zu betreiben, dass sich keine unzulässigen Netzrück-wirkungen auf das Netz und auf Anlagen anderer Netznutzer ergeben. Die VNB sind angehalten, die Spannungsqualität nach SN 50160 an ausgewählten Standorten einmal im Jahr mindestens während einer Woche zu erfassen und auszuwerten.

 

PQ - Fachmann VSE: Vertieftes Fachwissen in verständlicher und praxisbezogener Form!

 

Ziele des Lehrgangs

Im 8 ½ -tägigen Zertifikatslehrgang werden die wichtigsten Grundlagen, die für die Beurteilung der Netzqualität nötig sind, vermittelt. Die Technischen Regeln und die einzelnen Phänomene (Oberschwingungen, Flicker…) werden dabei mit praxisbe-zogenen Beispielen untermauert. Dadurch werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, die verschiedenen komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen.

 

Die Absolventen des Lehrganges sollten demnach in der Lage sein:

- die Zusammenhänge zwischen Netzrückwirkungen, elektromagnetischer  
  Verträglichkeit und Spannungsqualität zu kennen und komplexere Berechnungen  
  anzustellen;

- die wichtigsten Normen, Richtlinien, Branchenempfehlungen, etc. und die deren  
  rechtliche Bedeutung zu kennen;

- Anschlussgesuche entsprechend DACHCZ zu überprüfen und zu beurteilen;

- Netzqualitätsmessungen kompetent durchzuführen, auszuwerten und gegebenenfalls  
  entsprechende Massnahmen zu veranlassen.

 

Zielgruppe

- Betriebsleiter und Fachverantwortliche von Netzbetreibern

- Gruppenchefs und Fachleute Netzbau

- Fachleute aus Ingenieur- und Kontrollbüros

- Fachleute aus Elektroinstallationsfirmen

- Lieferanten von Anlagen und Apparaten

 

Voraussetzungen

- Entsprechende elektrotechnische Ausbildung wie Techniker, Ingenieur,  
  Netzelektrikermeister, etc.

- Grundkenntnisse in den Bereichen Spannungsqualität und Netzmessungen

- Bereitschaft, sich vertieft mit der Materie der Netzqualität auseinanderzusetzen