Wege in die Stromzukunft 2012

In der Zukunft wird sich die Energiebranche in der Schweiz um einiges verändern. Gemäss der Energiestrategie 2050 des Bundes sollen nach und nach bestehende Kernkraftwerke abgeschaltet und nicht mehr durch neue ersetzt werden. Dies bedingt, dass der nun fehlende Strom anderweitig erzeugt werden muss. In der Studie «Wege in die Stromzukunft» aus dem Jahr 2012 hat der VSE 3 Lösungswege in die neue Stromzukunft erarbeitet und vorgestellt sowie diverse Herausforderungen genauer erläutert. Hier finden Sie Antworten auf Fragen bezüglich der Energiestrategie 2050, Umwelt, Erneuerbare Energien sowie deren Potential und Energieeffizienz.

 

 

 

Kernkraftwerke erzeugen heute 36 Prozent des Schweizer Stroms und stehen damit an zweiter Stelle in der Stromversorgung. Nach dem Reaktorunfall in Japan im März 2011 hat die Schweiz den Einsatz der Kernenergie neu beurteilt. Gemäss Parlamentsbeschluss vom November 2011 sollen die fünf Schweizer Kraftwerke nach ihrer regulären Laufzeit von 50 bis 60 Jahren nicht mehr durch neue ersetzt werden. Somit fällt ein massgeblicher Teil der Landeserzeugung – insgesamt rund 30 TWh Strom – weg und muss ersetzt werden.

 

Gleichzeitig zum Wegfall der Kernenergie muss die Branche einen steigenden Stromverbrauch bewältigen. Aus fehlender Kernenergie und steigender Stromverbrauch wird künftig eine Differenz entstehen. Die grösste Herausforderung bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 besteht darin, diese Differenz nachhaltig zu schliessen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz soll zur Auflösung dieser Differenz beitragen. Dabei sind diverse Hürden zu überwinden.

 
 

Nachhaltigkeit

Die Umsetzung der E2050 ist eine grosse Herausforderung. Darüber hinaus führt die Schweiz eine strenge Nachhaltigkeits- Strategie. Sie möchte ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 20 Prozent unter das Niveau von 1990 senken. Die Zielsetzungen lassen sich gemäss ETH Zürich über drei Wege erreichen: Effizienzsteigerung, erneuerbare Energien und Elektrifizierung. Strom wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Zum einen kann man mit Strom erneuerbare Energien wie Erd- oder Umgebungswärme nutzbar gemacht werden (beispielsweise über eine Wärmepumpe). Zum andern sind viele ressourcenschonende Anwendungen, die auf den Markt kommen, strombetrieben.

 

Die Stromzukunft aus Sicht des VSE

Der VSE hat diverse Szenarien ausgearbeitet und sich überlegt, wie die Stromzukunft aussehen wird. In den folgenden zwei Videos zeigt der VSE drei Lösungswege für die CH- Stromzukunft.

 

 

 
 
 

Kernkraftwerk Mühleberg

Der erste Schritt Richtung Energiestrategie 2050 ist getan. Ende Oktober 2013 hat die BKW beschlossen, das Kernkraftwerk Mühleberg im Jahr 2019 vom Netz zu nehmen. Das bedeutet, dass die heutige Leistung vom Kernkraftwerk Mühleberg (ca. 400 MW)  in der Zukunft fehlen wird. Dies bedingt einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien, Effizienzsteigerung sowie den sinnvollen Einsatz der intelligenten Systeme.


Beide Strategien verfolgen die gemeinsame Hauptzielsetzungen Effizienzsteigerung sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien. Diese sind aber nur unter Einhaltung gewisser Rahmenbedingungen umsetzbar. Weiter bedingen die Strategien neue Technologien sowie den Ausbau der Stromnetze und Pumpspeicherwerke.

 

Studie Wege in die neue Stromzukunft - Gesamtbericht

Ein Team von 50 Branchenvertretern hat drei mögliche Wege in die Stromzukunft beschrieben. Basierend auf intensiven Arbeiten der Branche und externen Studien.Alle drei Szenarien gehen davon aus,dass die existierenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Lebensdauer nicht ersetzt werden. Die Studie fokussiert auf diejeweilige Entwicklung der Nachfragenach Elektrizität und auf den Ausbauder Stromproduktion aus erneuerbaren und anderen Energieträgern und ihre Auswirkungen auf die Schweizer Stromversorgung.  Gesamtbericht der Studie (pdf)

 

 

 

Studie Wege in die neue Stromzukunft - Kurzbericht

Strom ist wichtig und wertvoll. Wir setzen Strom so selbstverständlichein, dass uns dies selten bewusst wird. Dabei ist die Liste von Stromanwendungenlang und wird ständig länger. Immer häufiger kommen auch Anwendungenhinzu, bei denen Strom andere Energiearten ersetzt. Dies machtihn immer populärer und spart erst noch Energie, denn Strom lässt sich vonallen Energieträgern am effizientesten einsetzen. Wenn er zudem, wie in der Schweiz, praktisch CO2-frei produziert wird, kommt ihm eine Schlüsselfunktion bei der Eindämmung des Klimawandels zu.  Kurzbericht der Studie (pdf)

 

Studie Wege in die neue Stromzukunft - Die drei Szenarien

Der VSE zeigt mit seiner Studie «Wege in die neue Stromzukunft» drei Szenarien auf. Jeder Weg ist mit unterschiedlichen Auswirkungenverbunden. Eine Schweizer Stromzukunft ohne Gaskombikraftwerkeund ohne Importe von nicht erneuerbarer Energie ist nur mit grossenAnstrengungen beim Stromsparen und mit drastischen Massnahmenmöglich. Die drei Szenarien der Studie (pdf)